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Warum Kinder oft genau dann Nähe brauchen, wenn sie uns wegstoßen

10. Mai 2026

„Lass mich!“ „Geh weg!“
„Ich will das alleine machen!“

Und trotzdem kommen viele Kinder wenige Minuten später wieder zurück, suchen Körperkontakt oder wollen plötzlich auf den Arm.

Das wirkt manchmal widersprüchlich.
Ist es aber eigentlich gar nicht.

Kinder bewegen sich ständig zwischen zwei großen Bedürfnissen:

Sie wollen selbstständig sein, Dinge alleine schaffen und Kontrolle erleben. Gleichzeitig brauchen sie aber einen sicheren Hafen, zu dem sie jederzeit zurückkehren können. Genau darüber habe ich auch schon in meinem Podcast gesprochen.

Besonders in emotionalen Momenten passiert deshalb oft etwas Spannendes:

Kinder stoßen Nähe erst weg — obwohl sie sie eigentlich gerade dringend brauchen.

Nicht, weil sie manipulieren wollen.
Sondern weil starke Gefühle für Kinder schwer zu sortieren sind.

Wut, Frust oder Überforderung fühlen sich oft gleichzeitig nach:

an.

Für Erwachsene ist das manchmal anstrengend.
Vor allem, wenn man selbst müde oder gestresst ist.

Aber genau dort entsteht Beziehung:

Wenn Kinder erleben, dass Nähe nicht verschwindet, nur weil Gefühle groß werden.

Das bedeutet nicht, jede Grenze aufzugeben.

Aber es bedeutet oft:
ruhig bleiben,
nicht persönlich nehmen
und emotional erreichbar bleiben.

🎧 Wenn du mehr über Gefühle, Entwicklung und kleine praktische Werkzeuge für den Familienalltag erfahren möchtest, hör gerne in meinen Podcast Fachlich. Menschlich. rein.

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